Breisgau-Hochschwarzwald: „Durch das Audit viel bewegt“

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Der 262.000 Einwohner starke Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald machte sich 2017 auf in Richtung zukunftsfähige Verwaltung. Der Landkreis stand vor zwei Herausforderungen: Er hat Verwaltungsstandorte in Freiburg sowie außerhalb und die Aufgabenbereiche und Anforderungen sind sehr verschieden. Lesen Sie hier, welche Bereiche dieser Verwaltungen man mit dem Audit auswerten und welche Maßnahmen man umsetzen konnte.

Mit Audit einzelne Bereiche der Verwaltungen in Breisgau-Hochschwarzwald gesondert auswerten

„Bei der Mitarbeiterbefragung zu Beginn können kommunale Einheiten auf Wunsch einzeln betrachtet und ausgewertet werden“, erklärt Prozessbegleiter Christoph Dickmanns. Das Filialkonzept empfiehlt sich bei sehr unterschiedlichen Arbeitsanforderungen. So hatte in Freiburg beispielweise der Arbeitsschutz in der Forstverwaltung und bei den Schneeräumdiensten eine andere Bedeutung als bei den klassischen Verwaltungsaufgaben. Wie die Mitarbeiter den Arbeitsschutz empfanden, wurde durch dessen Einzelbetrachtung in der Mitarbeiterbefragung deutlich. Durch diese Segmentierung ließen sich spezifische Maßnahmen für die unterschiedlichen Bereiche der Kommunalverwaltung umsetzen.

Ergänzung zur Psychischen Gefährdungsbeurteilung

Audit Verwaltungen INQA-Haus
Das INQA-Haus (© INQA Initiative Neue Qualität der Arbeit)

Manche Verwaltungen wollen durch Zusatzfragen in der Mitarbeiterbefragung einzelne Themen besonders beleuchten. Diese sind ebenfalls möglich. Ein Beispiel könnte das Abfragen psychischer Belastung durch den persönlichen Kundenkontakt sein. Die Mitarbeiterbefragung kann auch als Ergänzung zur Psychischen Gefährdungsanalyse durchgeführt werden. Diese ist gesetzlich für alle kommunalen Verwaltungen vorgeschrieben. Auch die Möglichkeit, bereits laufende Personalentwicklungsmaßnahmen in den Audit-Prozess zu integrieren, nutzte der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Insgesamt wurde in einem Jahr das Audit mit 17 verschiedenen Maßnahmen in den Feldern Führung, Chancengleichheit, Gesundheit und Wissen & Kompetenz umgesetzt. Die Mitarbeiter-Projektgruppe griff dafür auf die Kenntnisse der Universität Freiburg zurück und kooperierte mit ansässigen Unternehmen. 2020 hat Breisgau-Hochschwarzwald das Reaudit begonnen. Uwe  Uryzaj, Leiter Stabsbereich Personal und Organisation: „Im ersten Prozess wurde gemeinsam viel bewegt. Im Reaudit sehen wir, wie die Maßnahmen greifen und werden uns weiter verbessern.“

Weitere Informationen und Kontakt: www.inqa-audit.de, malte.borges@demografieagentur.de

Autor: Doris Goossens


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