Kommunalentwicklung und Kultur: Praxistipps

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Wie geht eine Kommune am besten vor, wenn sie sich das Ziel setzt, ihre Kultur für die Kommunalentwicklung auf Basis eines Wertschöpfungskonzepts systematisch zu nutzen?

Die folgenden Empfehlungen haben sich in der Praxis bewährt:

  • Machen Sie zunächst eine Bestandsaufnahme der Kulturträger in Ihrer Kommune samt den jeweils verantwortlichen Personen. Diese Liste können Sie dann periodisch fortschreiben und aktualisieren.
  • Erstellen Sie eine Übersicht der kulturellen Veranstaltungen am Ort mit der Zahl und Herkunft der Besucher und – soweit möglich – Kosten und Erträgen.
  • Erfassen Sie das komplette kulturelle Erbe Ihrer Kommune. Dazu zählen auch die bekannten Bestände in Privatbesitz (wie Villen, Parks usw.), die man eventuell der Öffentlichkeit zugänglich machen kann.
  • Werten Sie vorliegende Besucherbefragungen aus. Führen Sie außerdem selbst solche Erhebungen durch, um Näheres über die Besuchsmotive und die Wahrnehmung Ihrer Kommune durch die Gäste in Erfahrung zu bringen.
  • Werten Sie die Verzeichnisse z.B. der UNESCO Deutschland aus und prüfen Sie, wieweit Sie die dort gegebenen Anregungen in Ihrer Kommune praktisch anwenden können.

    Kommunalentwicklung Kultur
    Screenshot: WEKA-Redaktion
  • Nehmen Sie den Bereich Kultur in die SWOT-Analyse auf, mit der Sie die Grundlagen Ihrer Kommunalentwicklungsstrategie legen.
  • Prüfen Sie, für welche überregionalen Organisationen (z.B. die Deutsche Burgenvereinigung) Ihre Kommune als Veranstaltungsort infrage käme und bieten Sie dort Zusammenarbeit an.

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  • Für Dorfgemeinden: Prüfen Sie, wieweit Ihre Gemeinde die Teilnahmekriterien des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ erfüllt, und bewerben Sie sich.

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  • Nehmen Sie Kontakt mit dem Genossenschaftsverband auf, um zu klären, ob sich die Gründung einer lokalen Kulturgenossenschaft in Ihrer Gemeinde lohnen würde, um die Trägerschaft für dauerhafte kulturelle Vorhaben zu institutionalisieren.
  • Erstellen Sie auf Basis der Schritte oben ein kulturelles Entwicklungskonzept. Mit dessen Hilfe können Sie die vielfältigen kulturellen Einzelaktivitäten zu einem nachhaltigen, qualitativ und quantitativ überzeugenden Gesamtangebot formen. Integrieren Sie dann das Teilkonzept Kultur in das Kommunalentwicklungs- und Standortmarketing-Gesamtkonzept, das alle Faktoren umfasst, die zur wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Wertschöpfung beitragen.

Autor: WEKA-Redaktion


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