Social Media und Politik: Fünf Regeln für einen gelungenen Online-Auftritt

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Ohne eine strategische Herangehensweise an den Aufbau eines Online-Auftritts werden die Bemühungen Ihrer Fraktion, Social Media für die politische Kommunikation zu nutzen, kaum fruchten. Selbst das eifrigste „Posten“ von Nachrichten wird nur wenig Wirkung entfalten, wenn es nicht in eine Kommunikationsstrategie eingebettet ist.

Fünf Regeln sind in diesem Zusammenhang wichtig:

1. Kenne Deine Zielgruppe!

Im Netz gesetzte politische Botschaften müssen differenziert auf die verschiedenen Gruppen im Wahlvolk zugeschnitten sein: Junge, Alte, sozial Engagierte, Menschen mit starkem Selbstbezug, Gutsituierte, Einkommensschwache, Menschen mit starken Verantwortungsgefühl der Umwelt gegenüber oder eher Gedankenlose. Hier geht es darum abzuklären, welche Bevölkerungsteile mit dem jeweiligen Anliegen am besten erreicht werden und sich als Follower aktivieren lassen.

2. Wisse, was Du willst!

Für die Zielsetzung der Social Media-Strategie empfehlen sich Formeln, die eine Mission beschreiben.
Beispiel: „Unsere Partei steht für eine nachhaltige Stadt in allen kommunalen Handlungsfeldern – Das wollen wir den Bürgern vermitteln und sie zum Mittun mobilisieren“.

3. Aktiviere den User!

Social Media soll nicht nur dazu dienen, der Netz-Gemeinde die Fraktion und deren Arbeit zu präsentieren. Selbstverständlich muss die inhaltliche Auseinandersetzung mit den politischen Themen im Mittelpunkt stehen – es ist aber auch Unterhaltung erlaubt und wird in den sozialen Netzwerken geradezu erwartet.

Sympathie erzeugen Sie , wenn Sie als Politiker gelegentlich Einblicke in Ihr Privatleben zulassen. Wo macht Stadtrat M. am liebsten Urlaub, oder: Wie haben er und seine Familie das jüngste Unwetter über dem Heimatort erlebt? Kurze Posts von persönlichen Eindrücken und dazu jeweils ein Bild – das schafft Nähe und Verbundenheit und motiviert die User, den jeweiligen Post zu liken, zu teilen oder sogar zu kommentieren.

4. Nimm das Soziale ernst!

Social Media in der Politik bedeutet nicht nur zu posten, sondern auch die Inhalte der Fans und Follower zu teilen und zu kommentieren. Das stärkt die virtuelle Loyalität der Netzgemeinde und kann sich in politischem Zuspruch bei der nächsten Kommunalwahl ausdrücken.

Um diese nützliche Interaktion zu fördern, muss die Fraktion nahe an den Usern bleiben. Legen Sie daher in der Kommunikationsstrategie fest, wie die Ansprechbarkeit gewährleistet wird.

5. Wisse, was Du erreichst!

Lediglich das Ziel zu definieren und die zur Erreichung erforderlichen Maßnahmen festzulegen, ist zu wenig. Erforderlich ist immer auch eine laufende Kontrolle des Zielerreichungsgrades.

Was haben wir bisher mit unserer Kampagne erreicht? Stellen Sie sich diese Frage regelmäßig und nutzen Sie Social Media-Management-Tools, um Antworten zu erhalten.

Autor: Wolfram Markus


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