SES-Schulprogramm: Berufsnachwuchs in Kommunen fördern

www.ses-bonn.de (Screenshot: WEKA-Redaktion)

Der Senior Experten Service (SES) hat sich der Aufgabe gestellt, den Berufsnachwuchs zu fördern und dazu ein spezifisches Unterstützungsangebot für Schüler und für Auszubildende entwickelt. Hier stellen wir das SES-Schulprogramm sowie die Initiative zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen (VerA) vor.

Neue Impulse um Berufsnachwuchs zu fördern

Regelunterricht um kreative und praxisbezogene Projekte ergänzt

Seit 2006 führt der SES sein Programm „Neue Impulse für Schülerinnen und Schüler“ durch. Das Angebot richtet sich an alle Schulformen und Klassenstufen. Es soll den Regelunterricht um altersgerechte, kreative und praxisbezogene Projekte ergänzen und die Lehrkräfte entlasten.

Je nach Wunsch der Schule wird der Schwerpunkt auf die Bereiche Berufsorientierung, Betriebswirtschaft, Handwerk, die Sprach- und Leseförderung sowie auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT-Fächer) gelegt. Damit wird die Persönlichkeitsentwicklung gestärkt und soziale Kompetenzen, vor allem aber die berufliche Orientierung und Ausbildungsfähigkeit, werden gefördert.

SES sucht passende Experten

Zur Vorbereitung eines SES-Experteneinsatzes braucht der SES nähere Informationen der interessierten Schule über Thema, Ziel und Zeitrahmen des gewünschten Einsatzes. Der SES übernimmt dann die Suche nach geeigneten und verfügbaren Experten, koordiniert den Einsatz und sorgt nach dessen Ende für die Auswertung der Ergebnisse.

Die SES-Experten stehen in der Regel ein- bis zweimal pro Woche stundenweise zur Verfügung. Ihr Einsatz kann sich über einige Wochen, aber auch über ein ganzes Schuljahr erstrecken. Die Schüler, die an den Projekten des SES teilnehmen, erhalten ein Zertifikat als Nachweis ihrer Qualifizierung.

Wertvolle Unterrichtsergänzung zu geringen Kosten

Die für die Schulen anfallenden Kosten der Teilnahme sind gering: Zu tragen sind eine monatliche Aufwandsentschädigung von 20 € je Experte und eine Fahrtkostenerstattung. Näheres unter www.ses-bonn.de/Aktivitäten/Deutschland/Schulprogramm; Kontaktaufnahme per E-Mail unter ses@ses-bonn.de

Beispiel: Initiative zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen (VerA)

Ende 2008 hat der SES zusammen mit den Spitzenverbänden der deutschen Industrie, des Handwerks und der freien Berufe die Initiative „Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen“ („VerA“) gestartet.

Der Impuls, „VerA“ zu starten, war die Erkenntnis, dass jeder vierte Auszubildende seine Lehre vorzeitig abbricht. Darin sah der SES einen Grund zum Handeln. Damit richtet er sein Unterstützungsangebot an alle Jugendlichen, die in der Ausbildung auf Schwierigkeiten stoßen und sich mit dem Gedanken tragen, die Lehre vorzeitig zu beenden. Auf Wunsch stellt der SES diesen Jugendlichen berufs- und lebenserfahrene Senior-Experten als Begleiter zur Seite. Dies sind ausnahmslos „Profis“, die auf ihre Aufgabe gezielt vorbereitet werden.

SES-Experten kennen sich aus in Schule und Betrieb

Die SES-Ausbildungsbegleiter sind ehrenamtlich tätig, sie kennen die Situation in Schule und Betrieb und die Sorgen junger Menschen und helfen individuell: Sie beantworten fachliche Fragen, begleiten Übungen für die Berufspraxis, unterstützen die Vorbereitung auf Prüfungen, helfen beim Ausgleichen sprachlicher Defizite, fördern soziale Kompetenz und Lernmotivation und stärken das Vertrauensverhältnis zwischen Auszubildendem und Ausbilder. Und falls das Ausbildungsverhältnis dennoch vorzeitig beendet wird, helfen die Begleiter bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz.

Die „VerA“-Begleitung läuft zunächst über zwölf Monate, man kann sie aber bis zum Abschluss der Lehre verlängern. Die jeweiligen Ziele legen die Senior-Experten und die Jugendlichen zugeschnitten auf den Einzelfall und gemeinsam fest.

Anfragen nach Ausbildungsbegleitung nimmt der SES von jeder Seite entgegen: von den Auszubildenden oder ihren Eltern, den Berufsschulen, den Ausbildungsbetrieben oder den Beratern der Kammern. Die Auswahl des Begleiters trifft der SES.

Kostenfreies Angebot um Berufsnachwuchs zu fördern

Das „VerA“-Angebot ist für Auszubildende, Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen kostenfrei. Spezielle ergänzende regionale Programme gibt es in einigen Bundesländern:

  • Integrationshilfe an allgemein- und berufsbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen: Das Angebot gilt vor allem für den Raum Köln-Bonn. Es wird aus Spendenmitteln der Otto Wolff Stiftung finanziert und ist für allgemein- und berufsbildende Schulen kostenfrei.
  • Integrationshilfe an beruflichen Schulen in Baden-Württemberg: Der SES kooperiert bei diesem Programm mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die das Programm als exklusiver Partner fördert. Das Programm ist für berufliche Schulen kostenfrei.

Weitere Informationen unter www.ses-bonn.de/aktivitaeten/deutschland/schulprogramm.html

Den vollständigen Artikel zum SES-Schulprogramm finden Sie in Verwaltungsmanagement & Kommunalpolitik.

Autor: WEKA-Redaktion


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