Warum Pressearbeit in der Kommunalpolitik wichtig ist

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Kommunalpolitik in der Öffentlichkeit zu vermitteln, fällt vielen Fraktionen schwer. Immerhin wird das politische Mandat im Ehrenamt ausgeübt, üblicherweise neben dem Berufsleben – und das lässt nicht viel Zeit für die Vorbereitung auf und die Teilnahme an Sitzungen des Rats und der Fraktionen sowie für die Parteiarbeit. Wie da also noch Öffentlichkeitsarbeit betreiben?

Für eigene Ideen und Vorschläge Gehör finden

Trotz aller zeitlichen Hürden, denen Sie sich als Fraktionsvorsitzender und/oder Vorsitzender Ihrer örtlichen Parteiorganisation gegenübersehen: Öffentlichkeitsarbeit ist immens ist wichtig!

Warum? Kommunalpolitik im stillen Kämmerlein zu betreiben, macht keinerlei Sinn. Sie müssen schließlich

  • Mehrheiten suchen,
  • Wähler ansprechen,
  • die Öffentlichkeit von Ihrer Politik überzeugen und nicht zuletzt
  • Ihre Wiederwahl sichern.

Das geht nur, indem Sie aktiv und regelmäßig an die Öffentlichkeit herantreten und sich als Partei oder Fraktion im demokratischen Wettbewerb der Ideen mit Ihren eigenen Vorstellungen und Vorschlägen Gehör verschaffen. Dazu brauchen Sie die Medien, die für eine sachgerechte und seriöse Information der Bürger über das kommunalpolitische Geschehen in den Städten und Gemeinden und die öffentliche Meinungsbildung in kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen eine wichtige Rolle spielen.

Pressearbeit in der Kommunalpolitik

Nur Social Media bringt Sie nicht weiter

Es ist das eine, wenn Sie Ihre Partei oder Fraktion via Facebook in den Social-Media-affinen Bevölkerungsgruppen Ihrer Stadt sichtbar machen wollen oder sich per Twitter in einer laufenden Diskussion zu Wort melden. Für substanzielle demokratische Auseinandersetzung müssen Sie mehr schriftlichen Aufwand betreiben, als in eine Kurznachricht passt. Zudem dürfen Sie keinesfalls die Nicht-Onliner unter den Bürgern und jene, die bewusst auf Social-Media-Dienste verzichten, vernachlässigen. Schließlich sind auch sie wichtige Adressaten Ihrer politischen Botschaften.

Ohne klassische Medien keine erfolgreiche Pressearbeit in der Kommunalpolitik

Um Ihre politischen Anliegen möglichst breit in die Bevölkerung zu streuen und sie den Bürgern verständlich und glaubhaft zu präsentieren, kommen Sie ohne die Bedienung der klassischen, lange eingeführten und seitens der Bürger mit einem ansehnlichen Vertrauensvorschuss bedachten Kommunikationskanäle nicht aus. Und das sind nun einmal die (Massen-)Medien. Trotz der in den letzten Jahren gewachsenen Konkurrenz der Online-Medien, Blogs und Social-Media-Dienste haben sie für die politische Kommunikation und die Meinungsbildung der Bürger weiterhin eine hohe Bedeutung.

Politische Kommunikation mit „Biss“

Allerdings funktionieren sie nach ihren eigenen Regeln, und die sind nun einmal komplizierter als die der sozialen Medien. Das macht den Umgang mit Zeitungsredaktionen und regionalen Rundfunksendern nicht einfach, stellt aber keine unüberwindbare Hürde dar, wenn Sie lernen, wie diese Kanäle zu befüllen sind.

Die Professionalisierung Ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kann Ihnen helfen, politische Kommunikation mit „Biss“ zu betreiben. Ihre Partei wird in der Folge von den Medien stärker wahrgenommen, Ihre politischen Haltungen und Initiativen finden stärker als bisher Eingang in die Nachrichtenspalten, Berichte und Kommentare der Tageszeitungen. Es gelingt Ihnen dadurch, eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen und die öffentliche Meinungsbildung mit Ihren Ideen zu befruchten und sie letztendlich zu beeinflussen. Nichts anderes will Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Hinweis: Den vollständigen Artikel zur Pressearbeit finden Sie in „Verwaltungsmanagement & Kommunalpolitik“.

Autor: Wolfram Markus (Chefredakteur des kommunalen Fachmagazins „der gemeinderat“ (www.treffpunkt-kommune.de) und Herausgeber des Handbuchs „Verwaltungsmanagement & Kommunalpolitik“)


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